Dieser Beitrag bezieht sich auf jenen: Elchkritik
Ich glaube, dass Deine Kritik einen fundamentalen Mangel/Fehler(?) aufweisst, den nämlich, dass Du annimmst, dass das eine im Widerspruch zum anderen steht.
Was Du beschriebst sind mögliche Schlussfolgerungen aus der inhaltlich weitgehend korrekten Deutung der beschriebenen künstlerischen Äusserungen.
Anzunehmen, dass eine andere Deutung als die selbst gedeutete vermeintlich Deutung durch einen Dritten gegebenenfalls falsch ist, ist aus mehreren Gründen gleichzeitig falsch. Der Hauptgrund für die Falschheit dieser Annahme ist, dass sie unterstellt, dass es eine falsche Deutung künsterlischer Äusserungen geben kann.
Es kann wohl einen Widerspruch zwischen der Absicht des Künstlers und Interpretation seines Werkes durch die Rezipienten geben. Anzunehmen, dass in einem solchen Fall die Rezipienten falsch liegen könnten, würde gleichzeitig bedeuten, zu unterstellen, dass der Künstler falsch liegen kann. Und das ist, für meine Vorstellung von der Kunst, ausgeschlossen.
Die Informationen, die künsterlische Äusserungen aussenden, sind in der Regel missverständlich, mehrdeutig und insbesondere unscharf. Diese Eigenschaften sind wesentlich charakteristische Merkmale künsterlischer Äusserungen. Sie sind nur im Zusammenhang mit den momentanen Umgebungsbedinungen des Rezipienten und nur von diesem selbst in seiner Weise deutbar.
Kurz: Kunst ist eine Hure. Wie bereits bescheiden geschichtsbewanderte Menschen leicht nachvollziehen können, können die gleichen Kunstwerke sowohl für Kriegsgesänge, wie auch zur Besinnung eingesetzt werden. Es kommt nur darauf an, die Umgebungsbedingungen anzupassen.
Die Deutung eines Kunstwerkes oder einer künstlerischen Äusserung kann also nicht falsch sein, sie ist lediglich Ausdruck für das Netz der Umgebungsbedingungen des Rezipienten und multifunktional.
Diese Deutung dann selbst zu deuten, erzeugt eine derartige Komplexität in der Gesamtbetrachtung, dass es keinen Sinn hat, sich mit darauf fussenden Schlussfolgerungen zu befassen, selbst wenn nur analysiert werden sollte, welche Umgebungsbedingungen vorgeherrscht haben müssen, um zu jener (der zu analysierenden) Deutung zu gelangen.
Denn (fatal) die Deutung einer Deutung KANN durchaus falsch sein – um Unterschied zur Deutung selbst, wenn sich diese auf eine künstlerische Äusserung bezieht.
Um nicht auf reine Wortakrobatik beschränkt zu werden, möchte ich allen Lesern demonstrieren, wo der Hase im Pfeffer liegt:
Treffen wir uns dazu am Montag 10:00 Uhr am Bahnhof und dikutieren darüber, ok?
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