oder doch besser: Schade-Apple.
Heute ist nun endlich der lang erwartete neue, superdünne mobile Computer der Apfelfirma erschienen. Ich hatte mich seit einen Jahr darauf gefreut, einen kleineren, leichteren Computer haben zu können als den, den ich heute benutze und der nun schon ein biblisches Alter erreicht hat. Mein 12″ Powerbook, der in die Jahre gekommen und dennoch weitgehend ausreichend ist.
Leider hat er schon einen Akkumulator verschliessen, aber nach gut vier Jahren liegt das wohl drin. Der Zusatzakku hat damals ca. 400€ gekostet. Das sind keine 100€ pro Jahr, also ca. 7€ pro Monat. Das ist mehr als ich für das Telefonieren ausgebe, aber zugegebener Massen benutzte ich den Computer tausend mal intensiver als mein Telefon.
Ich denke, dass ein knapp fünf Jahre alter Computer ruhigen Gewissens ersetzt werden kann. Leider hat Apple diesmal – was meinen Bedarf angeht – recht weit daneben gehauen. Kein Zweifel, der neue ‘MacBook Air’ ist ein Apple. Leider schliesst er nicht die Lücke, die das fehlende Modell MacBookPro 12″ hinterlassen hat.
Das ‘Air’-Modell lässt Dinge fehlen, die mir durchaus wichtig sind. Einen Firewireanschluss für externe Geräte zum Beispiel und eine zweite USB-Buchse. Den zweiten Lautsprecher für den Stereoton und den optischen Audio-Eingang. Darüber hinaus finde ich es keine besondere Glanzleistung, auf einen DVD-Brenner zu verzichten. Man kann einen externen anschliessen, der kein zusätzliches Netzteil erfordert, aber soll ich mir die Taschen mit Klimperkram füllen? Einen USB-Hub, um zusätzlich gleichzeitig zwei Memorysticks anzustecken, das optische Laufwerk, den Netzwerk-Adapter und so weiter und die ganzen Dinger selbst?
Und dann gibt es die ‘Air’-Apples scheinbar nur mit Spiegelbildschirmen, was ich für eine Zumutung halte. Wenn ich im Zug sitze und die Sonne während der Fahrt aus den verschiedensten Richtungen ins Abteil scheint, könnte ich mit einem Spiegelbildschirm nur selten sehen, was mir der Computer zeigen will. Entweder die Sonne scheint mich an und sich sehe mein Speigelbild auf dem Bildschirm. Oder die Sonne scheint das Display an und ich sehe die Reflexion der Sonne auf dem Bildschirm. Nicht umsonst zieht es die Nutzer verspiegelter Bidlschirme immer zu den mittleren Sitzen – dorthin, wo es möglichst dunkel ist.
Schade!
Ich werde also keinen kleinen Mac mehr bekommen. In ca. 2 Jahren wird voraussichtlich der Akkumulator meines alten Computers kaputt gehen. Bis dahin muss ich wohl lernen, meinen Frieden damit zu machen, dass der nächste Apfelcomputer grösser und schwerer und nicht kleiner und leichter sein wird.
Vielleicht gibt es bis dahin aber auch andersartigen Ersatz. Zum Beispiel einen 12″ Computer, der vollständig linuxkonform ist. Dann werde ich der Apfelfirma für den mobilen Einsatz vielleicht den Rücken kehren. Lenovo befindet sich auf dem richtigen Weg, die haben nur leider andersartigen Bockmist fabriziert. Das ist aber eine ganz andere Geschichte.
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