Sport macht angeblich Spass. Und wenn er einem keinen Spass macht, ist man selbst schuld. Interesanter Weise habe ich entdeckt, dass ich unter den vielen Menschen, die ich kenne, keinen kenne, dem Sport Spass macht. Die meisten der Menschen die ich kenne, machen Sport. Ein grosser Teil davon sogar intensiv. Aber Spass?
Wenn die Lehrer in der Schule nicht der Meinung wären, den Schülern würde Sport schon noch Spass machen, wenn sie es ihnen nur oft genug einreden, hätte ich 25 Jahre eher begonnen, regelmässig Sport zu treiben. Denn wenn ich verinnerlicht gehabt hätte, dass ich nicht der einzige bin, den Sport einfach nur ankotzt, dass sich also alle anderen, die mit mir oder in meiner Nähe Sport machen, auch zu jeder einzelnen Bewegung zwingen, wäre ich viel gelassener damit umgegangen.
Ein weiterer negativer Effekt der idiotischen Schulsport-Indoktrination resultiert daraus, die sportliche Leistung zu messen. Was soll das? Nur weil einer nicht schnell rennen kann, bekommt er schlechte Noten? Und was ist mit den Leistungen in Sportarten, die zufällig kein Schulsportfach sind? Sind die nichts wert? Wenn es nur einen Sieger geben kann und in einer Schulklasse 25 Schüler beschult werden, besteht die Klasse nach dem Sport aus einem Sieger und 24 Verlierern. Und das soll Wesen, denen Sport natürlich fremd ist, motivieren, ihre Abscheu vor jeder Bewegung zu überwinden?
Meiner Meinung nach machen Menschen Sport trotz ihrer Schulsporterfahrungen und niemals deswegen.